Intermittierendes Fasten – Die perfekte Ernährungsform auf Reisen

Tägliche Essenspausen sind bequem und praktisch und helfen mir trotz nicht immer cleaner Ernährung unterwegs in Form zu bleiben
Über intermittierendes Fasten auf Reisen: Spontan kam mir gerade die Idee zu diesem Artikel. Es ist jetzt gleich 16.00 Uhr und seit knapp 18 Stunden bin ich am Fasten. Meinen letzten Snack gestern Abend hatte ich kurz vor 22.00 Uhr. Wir sind gerade auf einer Reise mit dem Wohnmobil. Seit Mitte Juni sind wir unterwegs, haben bereits mehrere Stationen hinter uns gelassen und wie lange die Reise noch geht, wissen wir nicht.
Während der vergangenen Wochen wurde mir immer wieder klar, wie genial das intermittierende Fasten (Intervallfasten) auch für unterwegs geeignet ist. Unsere Tage seit Reiseantritt verlaufen alle mehr oder weniger so, dass wir täglich auf mindestens 18 Fastenstunden kommen. Manchmal sind es sogar 20 Stunden oder mehr, oft essen wir nur eine ausgedehnte Mahlzeit am Abend. Mit mehreren Gängen natürlich.
Die Essensfenster dauern zwischen 2 bis 4 Stunden, was für uns beide unüblich ist. Normalerweise, also wenn wir einen geordneten Tagesablauf bzw. ein zu Hause oder eine feste Bleibe haben, fasten wir 16 – 18 Stunden. Man hat dann mehr Bequemlichkeit und Luxus und es ist einfacher, sich mehrere Mahlzeiten zuzubereiten. Auf einer ausgedehnten Reise, trotz Wohnmobil mit Kühlschrank und „Küche“, ist uns das oft zu viel. Kochen und Mahlzeiten zubereiten, aber auch nur einen grünen Smoothie oder Lubrikator zu mixen, ist dann recht umständlich.
Und Spülen natürlich auch, vor allem wenn man nur wenig Platz hat. Auch auf Campingplätzen ist es häufig ein hin- und hergerenne zu öffentlichen Spülküchen und wieder zurück. Gut, wir sind auch ein wenig faul, oder sagen wir lieber bequem. Deshalb ist es mehr als praktisch, wenn man weniger häufig Essen zubereiten muss und wenn man die tägliche Intervallfastenphase einfach etwas länger gestaltet.
Besonders, wenn es so richtig heiß ist oder man tagsüber längere Strecken im Auto zurücklegt, ist es extrem praktisch, nur einmal am Tag, am besten abends zu essen. Wer mag, kann natürlich auch morgens die Essensphase einlegen und dann einfach bis zum kommenden Morgen zu fasten. Wir lieben es allerdings, am Abend ausgiebig zu speisen.
Wenn abends alles erledigt ist, wir am Tagesziel angekommen sind und einen guten Stellplatz für die Nacht haben, nehmen wir eine ausgedehnte Mahlzeit mit mehreren Gängen zu uns. Danach gibt’s noch einen Snack und vorher trinke ich gerne einen Proteinshake.
Es gibt nichts besseres, um die Muskelproteinsynthese auf natürliche Weise maximal zu stimulieren, wie ein kurzes intensives Nüchterntraining, gefolgt von einem Postworkoutshake aus hochwertigem Protein. Am besten nimmt man ein gutes Whey- oder Reisprotein. In beiden Fällen sollte man auf Bioqualität achten, beim Whey zudem noch darauf, dass die Milch von grasgefütterten Kühen stammt. Beim Reisprotein ist wichtig, dass es nicht durch Hexan oder andere Chemikalien extrahiert wurde und am besten wurde der Reis vorher gekeimt und fermentiert.
Wieder zurück zu heute
Es ist kurz vor 16 Uhr und gleich werde ich die Essensphase einleiten mit einem Shake aus Reis- und Erbsenprotein, der ist schnell verdaut und innerhalb einer halben Stunde werden die darin enthaltenen Aminosäuren den Zellen zugeführt. Danach gibt es Wassermelone.
So steigere ich langsam die Menge und Kaloriendichte der einzelnen Mahlzeiten, Shakes und Snacks bis eine tiefgehendes Sättigungsgefühl eintritt. Wenn danach nochmal Hunger und Appetit aufkommen, entscheide ich spontan, ob ich das Essensfenster ausdehne oder es bei 4 – 6 Stunden belasse, wie momentan in den meisten Fällen.
Optimal versorgt, trotz 20 Stunden fasten!
Es fehlt uns weder an Energie noch haben wir das Gefühl des Verzichts. Wir wissen meistens morgens nicht, wo wir abends landen und es ist total entlastend und erleichternd, erst spät mit dem Essen anzufangen. Das läutet die Phase der Entspannung und den Nachmittag ein und wir freuen uns jeden Tag aufs Neue darüber, nach ausgiebigem Fasten eine oder mehrere köstliche Mahlzeiten und Snacks zu genießen!
Intervallfasten eignet sich also hervorragend für unterwegs und auf Reisen. Das Schöne ist, dass man dann alles essen und jedes kulinarische Highlight mitnehmen und genießen kann. Selbst ohne Training wird man auch bei kalorien-, zucker- und fettreicher Kost nicht dick und der Körperfettanteil steigt auch nicht dramatisch in die Höhe. Es ist einfach die hormonelle Situation, die dies verhindert, egal, wie viele Kalorien ich am Abend zu mir nehme.
Wenn der Insulinspiegel jeden Tag für so viele Stunden niedrig bleibt und dessen Gegenspieler, also Glukagon, Wachstumshormon und Adrenalin erhöht sind, dann kann der Körper einfach nicht großartig Fett einlagern. Die Biochemie lässt dies nicht zu. Trotzdem ist es natürlich besser clean zu essen und regelmäßig zu trainieren. Aber darauf hat man manchmal einfach keine Lust und dann ist ausgedehntes intermittierendes Fasten absolut unschlagbar, um die Form zu halten.
Ab 12 Fastenstunden beginnt die Energiegewinnung aus gespeichertem Körperfett und je länger der Körper in diesem „Fettverbrennungs-Modus“ bleibt, desto mehr Fett wird verbrannt!
Wenn Du also 14, 16, 18 oder sogar 20 Stunden fastest, dann passieren gewaltige Dinge in Deinem Körper!
Auf Reisen fällt es uns besonders leicht, an sehr langen und stressigen Tagen ebenso und dazwischen geht es mal besser und mal schlechter. Durchschnittlich fasten wir jeden Tag mindestens 16 Stunden. Und selbst, wenn man nicht jeden Tag intermittierend fastet, ist das auch keine Tragödie für die Bodycomposition.
Je flexibler Dein Stoffwechsel durch regelmäßiges Intervallfasten wird, desto unabhängiger und freier wirst Du vom Essen und umso mehr Energie steht Dir zur Verfügung. Für uns ist intermittierendes Fasten in Verbindung mit kurzen intensiven Trainingseinheiten DER Schlüssel für einen gesunden und flexiblen Stoffwechsel und ein ausbalanciertes Hormonsystem. Der Rest kommt dann fast von selbst!
Last Updated on 14. September 2019 by Marion Selzer
Wer schreibt hier?

-
Hi, ich bin Jens. Ich bin Heilpraktiker und Personaltrainer.
Intermittierendes Fasten ist für mich eine der effektivsten Methoden, um meinen Körperfettanteil niedrig zu halten und gleichzeitig den Fokus auf Muskelaufbau zu richten.
Mit meinen Beiträgen möchte ich Dich dazu inspirieren, Intervallfasten einmal selbst auszuprobieren.
Meine letzten Beiträge
Abnehmen/Bodycomposition20. September 2022Fettverbrennung ankurbeln durch Intervallfasten (mit Video)
Allgemein3. Februar 2021Intermittierendes Fasten für die 5 Neurotransmitter-Profile
Allgemein26. Januar 2021Vorteile von Intervallfasten – wissenschaftlich geprüft, praktisch erprobt
Erfahrungsberichte19. Oktober 2020Intervallfasten mal anders: 40 bzw. 42 Stunden Fasten + Nüchterntraining – Meine Erfahrung














